Duisburg hat die Latte für Tokio hoch gelegt

von Redaktion

ICF Canoe Sprint Worldcup am Wochenende auf der Regattabahn im Sportpark

 

Großer Sport, großer Zuspruch und großes Lob: Der ICF Canoe Sprint Worldcup in Duisburg durfte sich über einen maximalen Erfolg freuen.

Das lag unter anderem an drei Maxen: Max Rendschmidt und Max Lemke gewannen an beiden Finaltagen jeweils Gold. Max Rendschmidt holte zudem mit Franziska John Gold im Kajak-Mixed 500 Meter. Max Hoff und Jacob Schopf holten Silber im Zweier-Kajak über 1000 Meter Silber. Insgesamt trug die Flotte der Heimmannschaft mit fünf Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und zweimal Bronze vor dem anschließenden 5.000 Meter-Rennen erheblich zur guten Laune auf den an beiden Wettkampftagen vollbesetzten Zuschauerrängen bei. Dass die beiden Vierer in den letzten beiden Finalrennen am Sonntagmittag ganz vorne lagen passte perfekt in die Dramaturgie.

Zu den Besuchern des Kanu-Rennsport-Wochenendes gehörten Oberbürgermeister Sören Link und der Stadtsportbund-Vorsitzende Rainer Bischoff. Die Ausrichter schätzten die Zahl der Besucher auf mehr als 5.000 an den drei Wettkampftagen.

Jürgen Joachim, Präsident des Kanu-Regatta-Vereins, der ehrenamtlich die Weltklasse-Regatta mit 671 Sportlern aus 65 Nationen ausrichtete, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Zuspruch: „Das sommerliche Wetter hat mitgeholfen, dass wir so viele Zuschauer wie seit Jahren nicht mehr bei einem Weltcup an der Strecke hatten. Die Stimmung auf den Rängen war großartig. Fans aus Duisburg, ganz Deutschland und aus dem Ausland feierten ein Fest der Kanu-Familie.“ Der einzige Regen an den drei Wettkampftagen war der warme Medaillen-Landregen für die deutsche Flotte. Cheftrainer Dr. Jens Kahl hatte ihn vor der Regatta angekündigt und mit seiner „Wettervorhersage“ Recht behalten.

Großes Lob gab es zudem: Jürgen Joachim berichtete „Viele Athletinnen und Athleten haben gesagt, dass sie sich schon jetzt auf die WM in vier Jahren bei uns freuen. Von Seiten der Offiziellen aus den internationalen Verbänden haben wir ebenfalls große Anerkennung erfahren. Das tut uns und dem Regatta-Standort Duisburg gut.“ Das bemerkenswerteste Lob gab es am Samstagabend beim Empfang für die Teams und die Helfer auf der Tribüne der Regatta-Bahn.

Der Japaner Shoken Narita, Präsident der asiatischen Kanu-Föderation sagte: „Wir fürchten uns ein wenig, ob wir bei den Olympischen Spielen im nächsten Jahr das Niveau von Duisburg erreichen.“ Er würde sich wünschen, dass das Team des Kanu-Regatta-Vereins die Wettbewerbe in Tokio organisiere, ergänzte Shoken Narita, der auch Präsident des japanischen Kanu-Verbandes ist.

DKV-Präsident Thomas Konietzko, zugleich Vizepräsident des Weltverbandes, hatte in seiner Rede ebenfalls die herausragende Organisation und die besonders fairen Bedingungen der Wettkampfstätte in Duisburg herausgehoben: „Wir haben uns den guten Ruf wirklich hart erarbeitet und verdient und deswegen nehmen wir es mit einem gewissen Stolz an.“  

Hart erarbeitet war die Anerkennung auch in diesem Jahr. Am Sonntag ging zeitgleich mit den Rennen der 36. Rhein-Ruhr-Marathon auf der benachbarten Kruppstraße ins Rennen. Die Mannschaft des Fahrdienstes um Stephan Gräbing gelang ein logistisches Meisterstück trotz der Streckensperrungen im gesamten Stadtgebiet alle Athletinnen und Athleten rechtzeitig an die Strecke zu bringen.

Die nächste Herausforderung gilt es im kommenden Jahr bewältigen. Dann trägt der Kanu-Regatta-Verein vom 19. bis 24. Mai einen Regatta-Dreiklang aus: die Weltmeisterschaften der Para-Kanuten, die finale Olympia-Qualifikation und den Weltcup.

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