Cheftrainer erwartet „leichten Landregen“ an Medaillen für das Kanu-Team Deutschland

von Redaktion

65 Nationen starten vom 31. Mai bis 2. Juni beim ICF Canoe Sprint World Cup in Duisburg

DUISBURG (29.5.2019). Für das Team des Deutschen Kanu-Verbandes setzt der ICF Canoe Sprint Worldcup einen Meilenstein nicht nur auf dem Weg zur WM, sondern auch zu den Olympischen Spielen in Tokio. Nach den Rennen vom 31. Mai bis 2. Juni auf der Wedau-Bahn im Sportpark Duisburg nominiert der DKV seinen Kader für die Titelkämpfe im August in Szeged. Bei der WM in Ungarn haben die Top-Paddler dann die Aufgabe, die Quotenplätze für Olympia einzufahren.

Die Regatta beginnt am Freitag um 8 Uhr mit den ersten Vorläufen. Die insgesamt 27 Finals werden am Samstag und am Sonntag von 11:30 bis 13.30 Uhr gefahren. Zum Weltcup gehören unter anderem alle olympischen Strecken. Am Sonntagnachmittag stehen zum Abschluss des Weltcups die Endläufe auf der nichtolympischen 5.000 Meter Distanz auf dem Programm. Das deutsche Team misst sich mit der Konkurrenz aus 64 Nationen. Der Eintritt zur Regatta ist frei.

Beim Pressegespräch am Mittwoch beschrieb Dr. Jens Karl, Sportdirektor und Chef-Bundestrainer des DKV so: „Ich erwarte keinen Platzregen an Medaillen. Es wird vielleicht eher ein leichter Landregen.“ Dazu will der dreifache Olympiasieger Sebastian Brendel aus Potsdam beitragen. Beim ersten Weltcup am vergangenen Wochenende im polnischen Poznan musste sich der Weltmeister im Einer-Canadier über 1000 Meter mit einem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.

Vor eigenem Publikum will Brendel mindestens eine Bootsspitze weiter nach vorn kommen. Franziska John blieb im Vierer der Frauen ebenfalls in Polen ohne Medaille. „Duisburg ist eine meiner Lieblingsstrecken“, sagte sie am Mittwoch. „Wo man sich wohl fühlt, fallen gute Leistungen leichter.“ Ebenfalls Medaillenhoffnung für die Gastgeber sind die beiden Essener Max Hoff im Zweier-Kajak und Max Rendschmidt im Vierer-Kajak. Beide waren am vergangenen Sonntag gemeinsam mit ihren Teamkollegen nicht zu schlagen.

Entsprechend groß ist das Medieninteresse an den Rennen. Unter anderem wird das ZDF am Sonntag vom Weltcup in Duisburg berichten. Eurosport wird an beiden Finaltagen jeweils zwei Stunden aus Duisburg übertragen.

Jürgen Joachim, der Präsident des ausrichtenden Kanu-Regatta-Vereins Duisburg, zeigte sich zufrieden mit dem Meldeergebnis. Insgesamt 671 Kanutinnen und Kanuten paddeln an den drei Wettkampftagen um Weltcup-Punkte. Jürgen Joachim: „Damit sind wir wieder in der Größenordnung, die man von Duisburg kennt.“ Gemeinsam mit seinem Ehrenamtler-Team arbeitet der Regattaleiter daran, dass sich „nicht nur die deutschen Kanuten, sondern alle Gäste bei uns willkommen fühlen.“ Bereits seit Anfang der Woche genießen die ersten Athletinnen und Athleten diese Gastfreundschaft. Dazu gehören großen Kanu-Nationen wie Australien oder Kanada, aber auch Exoten wie Uganda und Tunesien.“

Ein wichtiger Meilenstein ist die Regatta ebenfalls für den ausrichtenden Kanu-Regatta-Verein Duisburg mit dem Präsidenten Jürgen Joachim an der Spitze. Im nächsten Jahr kommt die WM der Para-Kanuten in den Sportpark Duisburg. 2021 richtet das Organisations-Team um den KRV-Präsidenten Jürgen Joachim die Europameisterschaften aus. 2023 wird Duisburg dann zum sechsten Mal Gastgeber der Kanu-Rennsport-Meisterschaften sein.

Alle Informationen, Livestreams und Ergebnisse unter www.kanuduisburg.de

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